Sonntag, 29. Januar 2012

Essen!

Essen ist hier ein ganz zentrales Thema. Ich habe das Gefühl, es wird immer und überall gegessen. Aber das lohnt sich auch.
Durch die verschiedenen Kulturen gibt es neben der malayischen auch die chinesische und die indische Küche. Außerdem gibt es noch die Nyonya Küche, die sich quasi aus der Verbindung von Chinesen mit Malayen entwickelt hat.
So habe ich zum Beispiel gestern und heute hier chinesisch gegessen:
Das Restaurant hat seine Küche an der Straße aufgebaut. Ich komme mir immer obertouristisch vor, wenn ich soetwas fotografiere. Aber ich habe vorher gefragt, und der Koch hat auch extra posiert. Recht rustikal, aber ich habe superlecker gegessen (gestern scharfes Hähnchen und heute Hähnchen mit Frühlingszwiebeln und Ingwer....schwelg.)
Hier eine malayische Laksa Suppe mit frischen Wassermelonensaft.



Die schlichte Erscheinung der Suppe täuscht en wenig. Sie hat es in sich. Scharf und mit gefühlt 1/2 Pfund Nudeln drinnen neben Ei, Garnelen und Fishcake.


Nun ein Essen, zu dem mich ein Kollege hier eingeladen hat. Hühnchen, Bambussprossen und Bak-kut-Teh Suppe. Das ist eine Suppe mit Schweinefleisch und ganz vielen Gewürzen, sowie etwa 1/2 Knoblauchknolle pro Person. Bei dieser Suppe bräuchte ich keine Einlage - ich stehe total auf die Brühe.



Und zum Schluß noch ein Essen, das ich zusammen mit einem Bekannten aus München zu mir genommen habe. Den habe ich zufällig hier in seinem Urlaub getroffen; die Welt ist ein Dorf, ich sag's Euch.


Knusprige Garnelen, gemischtes Currygemüse und Gong-Bao-Huhn (unten links). Bei letzterem bitte ich die sehr entspannte Handhabung in der Dosierung der getrockneten Chili zu beachten. Die werden zwar nicht mitgegessen, aber das Huhn hat es schon echt in sich.


Ich hatte mich vor meiner Anreise so auf das Essen hier gefreut und ich muss sagen: die Vorfreude war berechtigt.


Samstag, 28. Januar 2012

Durians

Hi, hi, die Durian oder Stinkfrucht hat Euch ja doch irgendwie beschäftigt...
Deswegen gibt es heute einen Post ohne Bild. Habe heute in der Stadt geschaut, aber keine Durian gesehen (geschweige denn gerochen) - es ist also nicht die Saison dafür.

Die Durian gilt hier als Delikatesse. Viele Menschen sind total begeistert davon. Schon aus dem Einkauf wird eine Zeremonie gemacht, um ja die beste zu bekommen. Da wird geklopft und geschüttelt und dazu preisen die Händler die -selbstverständlich- hohe Qualität ihrer Ware an.
Neben der reinen Frucht habe ich sie auch schon in Kuchen und Bonbons gesehen. Bestimmt gibt es noch mehr Varianten.

Ich habe sie bisher 2x probiert bei früheren Besuchen in Südostasien. Mir liegt der Geschmack nicht. Auch ist mir die Konsistenz der Frucht suspekt; sie ist leicht breiig.
Und ich kann den Gestank einfach nicht ausblenden.

Aber es gab immer glückliche Abnehmer, die froh waren, wenn die Europäer nicht so viel davon gegessen haben.

Mit das Schlimmste für mich war jedoch, dass diese Frucht nahezu unverdaulich zu sein scheint. Ich habe danach immer noch einen halben Tag lang (tschuldigung) gerülpst und dann hatte ich jedesmal wieder diesen Geruch in der Nase. Nee, das is' nix für mich.

Wenn ich hier jedoch andeute, dass ich gar nicht verstehen kann, wie man so etwas Stinkendes essen kann, kontern die Kollegen sofort: Wieso? Ihr esst doch auch diese abscheulich riechenden Käse!!
Dem habe ich dann nicht wirklich mehr etwas entgegenzusetzen...

Freitag, 27. Januar 2012

Nochmal zum Thema Wohnen

Heute möchte ich Euch ein Bild von der Anlage zeigen, in der ich wohne. Ich bin in dem höchsten Turm hinten rechts. Wie ich schon geschrieben hatte, leider nicht zum Wasser hin, sondern zur anderen Seite - zur Straße.
Dadurch habe ich aber immerhin einen 1a Blick auf die Neujahrsfeuerwerke, die auch jetzt noch anhalten. Neujahr war am Montag, aber es handelt sich um eine 14-tägige Feier. Verstanden haben ich das noch nicht, aber jedenfalls gibt es noch jeden Abend Feuerwerk.
Hier noch ein Schild aus dem Hausflur, das zeigt, welche Früchte ich nicht mit in meine Wohnung mitnehmen darf. Bei dem großen Teil, der Durian, verstehe ich das. Die heisst im Deutschen nicht umsonst Stinkfrucht. Sie stinkt einfach erbärmlich. Wenn Du sie nur kurz im Aufzug transportierst, riecht der noch tagelang danach.
Die Durians sind hier überall in Hotels, Taxen und öffenlichen Verkehrsmitteln verboten.



Warum ich keine Mangostin mitbringen darf, weiss ich nicht. Die stinken jedenfalls nicht. Ich sehe schon, je mehr ich Euch erzähle, desto mehr Fragen werfen sich auf.....

Donnerstag, 26. Januar 2012

Am Strand

Am Dienstag - da war ja hier noch Feiertag - hat mich ein netter Kollege zum Strand ausgefahren. Melaka hat jetzt keinen Weltklasse Palmenstrand, aber ganz schön zum herumlaufen war es trotzdem. Zum Baden ist die Ostküste beliebter.

Am beeindruckendsten fand ich die Fischer mit ihren kleinen Booten. Mein Kollege hat mir erzählt, dass sie, wenn sie zurück an Land kommen, einfach ungebremst auf den Strand 'raufbrettern. Ich dachte, er will mich hochnehmen.
Stimmte aber nicht. Das machen sie tatsächlich. Habe einen bei der Ankuft fotografiert, muss aber zugeben, dass ein Film sicher effektvoller gewesen wäre.
Das ist also ein Fischer bei der Einfahrt:

Und jetzt noch etwas für's Gemüt: Ein Fischer bei der Ausfahrt, beinahe im Abendrot...


Montag, 23. Januar 2012

Im botanischen Garten

Heute bin ich in den botanischen Garten von Melaka gefahren. Eigentlich gar nicht nur wegen der Botanik, sondern auch, weil ich gelesen hatte, dass es dort ein Bücherdorf gibt. Und mit dem walisischen Bücherdorf Hay-on-Wye for Augen, habe ich das Ende meines Bücherproblems hier gesehen. (Bücherproblem= ich kann nicht ohne Bücher sein, will hier für die 3 Monate aber nicht zu viel Geld ausgeben, weil ich die Bücher eh nicht mitnehmen kann. Da ist ein Bücherdorf mit vielen second hand Büchern gerade recht.)
Enttäuschung No. 1: Das Bücherdorf ist ein Haus.
Enttäuschung No. 2: Es hatte zu. Dabei hatte ich extra vorher geschaut, dass sie auch an Feiertagen offen haben. Leider habe ich dabei übersehen, dass sie montags zu haben. Bücherproblem bleibt somit bestehen.


Also doch Pflanzen. Auch 'mal durchsetzt mit Getier.

Meine Kollegen halten mich, glaube ich, sowieso für etwas irre. "Why go there? It's just jungle..."
Ja eben, das fühlt sich schon auch anders an als zu Hause.

Es hatte kurz vorher geregnet und es war alles noch dampfiger, als es normalerweise ist.




Kann nicht sagen, wieviel Flüssigkeit ich verloren habe, bei meinem ca 1 1/4 stündigen sehr gemächlichen Spaziergang.

Macht aber nix, hat trotzdem Spaß gemacht.

Sonntag, 22. Januar 2012

Immernoch Vorbereitungen auf das Chinesische Neujahr

Hier steht immer noch alles im Zeichen der Neujahrsvorbereitungen. Ich wohne in einer Ecke der Stadt, in der sich mehrere beliebte Einkaufszentren befinden.
Hier ist heute das totale Verkehrschaos ausgebrochen. Genauso stelle ich es mir vor, wenn man am 23. Dez. spät nachmittags mit dem Auto in München in die Stadt fährt, um in der Kaufinger Straße noch auf den letzten Drücker Geschenke zu kaufen.

Aber zurück zum Neujahr.
Der zentrale Wunsch zum neuen Jahr ist der für Wohlstand. Deswegen finden sich in der Deko immer wieder Elemente, die Geld und Gold symbolisieren. Und die Farbe Rot steht, glaube ich, auch für Wohlstand.
Hier ein Beispiel vom Eingang des Hotels, in dessen Anlage ich meine Wohnung habe.





Im Einkaufszentrum gegenüber gab es dann auch zur Feier des Tages Showprogramm. Die Mädels mit ihren Fächern waren nicht besonders synchron, aber entzückend waren sie ohne jede Frage trotzdem.


Und dann gibt es dort noch diese Kirschblütendeko, in der in den letzten Tagen mehr und mehr Menschen Ihre Wünsche für das nächste Jahr aufgehängt haben.

Das war heute ein besonders beliebter Platz für Familienfotos.


Samstag, 21. Januar 2012

Vorbereitungen auf das Chinesische Neujahr

Das Chinesische Neujahr hat beim chinesischen Teil der Bevölkerung in etwa den gleichen Stellenwert wie bei uns das Weihnachtsfest bei dem christlichen Teil der Bevölkerung.
Da es unmittelbar bevor steht laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.


Straßenschmuck gehört auch dazu und so wurde über der Kreuzung am Eingang der Jonker Street ein ewig langer Drachen aufgehängt. (Das nächste Jahr steht im Zeichen des Drachen.)


Und letzte Woche, als ich die Bilder gemacht habe, war er noch nicht fertig. Beim 'Um-die-Ecke-Spähen' habe ich noch ein paar weitere 'Körperteile' gesehen.



Mittwoch, 18. Januar 2012

Neues vom Mitbewohner

Also ich sage Euch eines, Fotomodell wird mein Gecko-Mitbewohner nicht, so kamerascheu, wie er ist.
Diesmal hat er sich unter einer Steckdose versteckt und wollte einfach nicht 'rauskommen und sich in Pose werfen.
Da ist er also (am besten erkennbar ist eindeutig das Auge):
Ich hatte ihn zwar als klein in Erinnerung, aber dass er so winzig ist, dass er unter eine Steckdose passt, hätte ich nicht gedacht. Hmmm...
Langsam beschleicht mich der Verdacht, ich könnte vielleicht mehr als einen Mitbewohner haben.
Aber so lange sie nur 4 Beine haben, soll mir das recht sein.

Sonntag, 15. Januar 2012

Jetzt wird es touristisch

Heute bin ich zum holländischen Platz gelaufen. Der heisst so, weil die Gebäude dort von den Holländern erbaut wurden. Hier könnt Ihr das Stadthuys sehen (das heisst auch heute noch so). Erbaut wurde es um 1650.


Hier der Blick auf den Platz aus einer anderen Richtung. Die Gebäude wurden übrigens erst 1911 rot gestrichen. Von den Engländern, nachdem sie sie von den Holländern übergeben bekommen hatten. Warum sie sie rot gestrichen haben, weiss niemand mehr.




Bemerkenswert sind auch diese 'Trishah'-Gefährte. Sehr bunt und individuell geschmückt. Abends im Dunkeln auch mit Blinkelichtern. Manche haben einen Ghetto Blaster dabei und die Fahrer gehen recht ungezwungen mit der Lautstärkeregelung um.

Mit den Trishahs kommt man auf alle Fälle farbenfroh und laut umher.



Auch ich wurde heute von einigen Fahrern angesprochen, ob ich mitfahren möchte. Wollte ich aber lieber nicht. Zum einen täte mir der Fahrer echt leid, wenn ich hinten drin säße. Zum anderen habe ich doch leise Zweifel, ob die Gefährte wirklich für meine Gewichtsklasse ausgelegt sind.


Jedenfalls habe ich mir einen ordentlichen Sonnenbrand geholt - das wäre im überdachten Trishah nicht passiert....


Samstag, 14. Januar 2012

Dinge, die ich zu Hause in meiner Wohnung nicht habe

Zu den Dingen, die ich zu Hause nicht habe, gehört erst einmal dieser 2-stufige Trinkwasserfilter, der in der Küche installiert ist. Ich habe nicht die geringste Ahnung was er bewirkt, deswegen tue ich mich im Moment noch etwas schwer, Zutrauen zum Trinkwasser zu fassen.

Dann ist da der grüne Pfeil an der Decke des Schlafzimmers, der mir sagt, in welcher Richtung Mekka gelegen ist.


Und dann wären da auch noch die einzeln abschaltbaren Steckdosen. Das müsste vor allem Männern gefallen - die stehen doch immer so auf diese abschaltbaren Steckerleisten. Hier hat man das bei jeder Steckdose. Ok, und Adapter brauche ich natürlich zu Hause auch nicht.



Ausserdem wohnt mit mir in dem Appartment ein Gecko. Der ist nun kein Ding, aber definitiv habe ich soetwas daheim nicht. Bei unserer ersten Begegnung haben wir und gegenseitig fürchterlich erschreckt, aber wir gewöhnen uns aneinander.

Aber fotografieren lassen wollte er sich noch nicht...

Freitag, 13. Januar 2012

Bin in Malacca angekommen....

Ich war zwar schon öfter in Malaysia, aber es fühlt sich doch ganz anders an, da ich länger als 1-2 Wochen bleiben werde. Ich habe auch schon in meiner Wohnung Quartier genommen. Diese liegt im 12. Stock, was mir ganz gut gefällt. Ich mag es, hoch oben zu wohnen.
Und hier die Aussicht vom Balkon auf die Straße von Melaka.


Und hier der Blick nach unten. Nicht schlecht, gell?





So, jetzt aber aus dem Angebermodus wieder 'raus.

Das ist eigentlich gar nicht der Blick vom Balkon, sondern der Blick von der -wie soll ich sagen?!?- nach draußen verlagerten Waschküche.

Wirkt hübsch, ist aber zum Aufhalten nicht geeignet, weil ausser Waschmaschine, Trockner und Klimaanlage nicht wirklich noch etwas hinpasst.


Hier also der Blick vom eigentlichen Balkon.



Weit weniger schön, aber ich mag ihn trotzdem. Das Gebäude im Vordergruund ist ein großes Einkaufszentrum. Da ich hier kein Auto habe, macht das Praktische die mangelnde Schönheit bei weitem wieder wett.

Und wenn ich genau hinschaue, sehe ich auch ein paar der Touristenattraktionen Melakas.







So zum Beispiel den rekonstruierten Sultanspalast rechts im Bild mit den vielen Dächern und auf dem grünen Hügel die Ruine des St. John's Fort.