Samstag, 31. März 2012

Neuer Mitbewohner?

Ich hatte ja bereits berichtet, dass mein lurchiger Mitbewohner sehr schüchtern ist. Er lebt in der Küche und flieht bei der kleinsten Bewegung meinerseits.
Deswegen bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich einen neuen Mitbewohner habe, oder ob mein alter jetzt einfach abenteuerlustig geworden ist

Ich hatte ihn schon im Bad und sogar im Schlafzimmer bei laufender Klimaanlage gesehen (das mögen sie eigentlich gar nicht). Da habe ich mich schon sehr gewundert.
Vorgestern kam er über den Tisch zu mir spaziert, obwohl ich am Laptop saß und getippt habe.
Ich konnte sogar meinen Fotoapparat aus dem Rucksack kruschteln, ohne dass er die Flucht ergriffen hat.

Mit dem Blitz vom Fotoapparat habe ich es dann doch geschafft, ihn zu vertreiben.

Stellt sich mir die Frage: können verschiedene Echsen verschiedene Charaktereigenschaften haben?
Kann eine Echse eine Persönlichkeitsentwicklung durchmachen?
Oder hat sie der pure Hunger aus meiner Küche getrieben, weil dort so gut wie nichts Essbares anfällt?

Ein Kollege hat nämlich erzählt, dass bei ihnen in der Küche unter dem Reiskocher eine Echse wohnt, die nur darauf wartet, dass Reis verkleckert wird, damit sie ihn sich schnappen kann.
Da hat er hier bei mir ganz schlechte Karten.

Freitag, 30. März 2012

Wieder zurück in Malaysia....

... und schonwieder geht es nur ums Essen.
Hier ein Bild von einem meiner Standard Restaurants im geschlossenem Zustand. Das ist das, in dem ich den Hausaltar nun doch nicht fotografiere.
Sie haben ganz einfache Küche, nur ca. 5-6 Gerichte (maximaler Preis 1,50€), mittags nur 2 Suppen. Aber alles reichlich, lecker und gut.
Der Grund, warum ich das Bild aber eigentlich einstelle, ist, dass hier jedes Lokal - egal wie schlicht- im Essensbereich ein Waschbecken hat. Das finde ich sehr praktisch. Vor allem, wenn man so etwas isst.
Bei dieser Black Pepper Crab hatte ich schon Spritzer bis zum Ellenbogen, bevor ich überhaupt einen Bissen gegessen hatte.


Das Waschbecken in dem Lokal, wo ich den Krebs gegessen habe, habe ich ausgiebig, mehrere Male während des Essens benutzt.

Dienstag, 27. März 2012

Gipfel zur nuklearen Sicherheit in Seoul

Dafür, dass ich bis Anfang diesen Monats noch nie in Südkorea war, bin ich jetzt ganz schön häufig dort. Naja, zum zweiten Mal eben.

Und das auch noch gerade zu der Zeit, in der der Gipfel zur nuklearen Sicherheit dort stattfindet.

Leider bin ich letzthin immer so schlecht über das Tagesgeschehen informiert, dass soetwas an mir auch schoneinmal vorbeigeht. (Asche auf mein Haupt!)

Aber heute musste ich in ein Gebäude, das im Sicherheitsbereich liegt.
Da kam sogar ich nicht mehr umhin, den Gipfel zur Kenntnis zu nehmen.
Das Congresszentrum, in dem der Gipfel gestern und heute stattfand, liegt direkt hinter dem silbrig spiegelnden Gebäude im Bild links.
Hübsch auch das beruhigende, übergroße blaue Werbeplakat für den Gipfel an dem Gebäude rechts. Alles schön sauber und friedlich. Befremdlich.....aber vielleicht ist das mein Alter und ich bin zu sehr von den 80er Jahren geprägt.

Beeindruckend fand ich dann auch die siebenspurige Straße, die gesperrt war. (Soviel Malerei haben wir, glaube ich nicht auf der Straße, aber wo gibt es in Deutschland auch schon 7-spurige.....)


Den ganzen Tag über gab es immer wieder einmal was zu schauen, ob wichtige Wagenkonvois oder Hubschraubereinsätze.
Aber jetzt mal ehrlich, wenn ich mir den Absperrungszaun so anschaue...interessiert das denn keinen hier?
Ich bin mir nicht sicher, ob es noch weitere Abriegelungsringe gab, aber irgendwie habe ich das Gefühl, zu Hause wäre mehr -wie soll ich sagen- öffentliche Teilnahme an einer solchen Veranstaltung zu erwarten gewesen...., oder etwa nicht!?!

Samstag, 24. März 2012

UNESCO Weltkulturerbe Melaka

2008 wurde Melaka zum Weltkulturerbe ernannt und seit dieser Zeit wurde viel getan in der Stadt. So ist zum Beispiel die hoch-und-runter-fahrbare Aussichtsplattform hinter dem Museumsschiff so weit ich mich erinnern kann danach erst errichtet worden.

Weltkulturerbe ist die Stadt meines Erachtens nach zu Recht. Neben den malayischen, gibt es hier starke chinesische und indische Einflüsse.
Daneben haben portugiesische, niederländische und britische Kolonialmächte ihre Spuren hinterlassen. Und alles in fußläufiger Entfernung.

Bei meinem heutigen Gang, ausgelesene Bücher in den Second Hand Book Shop zurückzubringen, habe ich dann einfach im Vorbeigehen fotografiert.

Diese kleine Bastion wurde von Portugiesen im Bereich einer bereits existierenden malayischen Befestigung errichtet (und wurde dann von den Niederländern weiter ausgebaut).
Nur ca. 200-300 Meter weiter kommt man durch diese Arkaden, die zu holländischen Gebäuden gehören.





Und wiederum nur wenige Meter weiter kommt man dann bei einer britischen Kirche an.



Und nein, so leer ist es hier nicht immer. Aber bei praller Sonne und unsäglicher Hitze ist ausser vereinzelten, besonders durchgeknallten Europäern niemand unterwegs.

Und ja, ich habe Dreck auf der Linse des Fotoapparates.

Freitag, 23. März 2012

Plastiktüten (2)

Ich muss noch einmal auf dieses profane Thema zurückkommen, weil ich beim letzten Mal ja gesagt hatte, dass hier alles in Plastiktüten verpackt wird.

In dieser Woche hat mich das ereilt, was ich mit wiederholter, schlagartiger Entleerung des Verdauungstraktes in mehr als eine Richtung umschreiben möchte. Und dabei möchte ich es belassen. Spass war das jedenfalls keiner.

Als ich mich wieder an eine normale Ernährung annähern wollte, erschien mir jedoch die geschützte Umgebung meiner Wohnung als ratsam. Deswegen habe ich mir schnell etwas zu essen geholt. Und das ist dann ausser dem Reis in Tüten verpackt. Im Vordergrund eine sehr leckere Hühnerbrühe mit Möhrenstückchen, im Hintergrund das gemischte Gemüse mit etwas Hähnchenfleisch.
Flüssigkeiten in Plastiktüten finde ich befremdlich, das erinnert mich immer an den Einkauf im Aquaristikladen. Aber hier ist es üblich.
Und geschmeckt hat es auch noch.

Samstag, 17. März 2012

Nach dem Putzen? Pusten!

Vielleicht sollte ich langsam beginnen, mir um mich selber Sorgen zu machen. Nachdem ich schon eine Hoteltoilette fotografiert habe, fange ich jetzt auch noch an, in öffentlichen Toiletten zu fotografieren.
Immerhin habe ich streng darauf geachtet, dass niemand mich dabei beobachtet hat....

Hier ist es üblich, nach dem Putzen ein ordentliches Gebläse anzuwerfen, das dann den Boden trocket.
Energietechnisch gesehen ist das natürlich eine völlige Katastrophe. Aber andererseits würde in schlecht belüftbaren Räumen wahrscheinlich innerhalb weniger Tage der Schimmel an allen Ecken und Enden blühen, weil es hier so feucht ist.

Ich finde es nicht gut, aber verurteilen kann ich es auch nicht.

So benutze ich hier z. B. auch einen Wäschetrockner, was ich zu Hause verweigere.
Wenn man keinen sonnigen, luftigen Platz hat, wird einem die Wäsche einfach muffig.
Da ich Probleme hätte, hier etwas für mich nachzukaufen, versuche ich das mit dem Muffig-Werden tunlichst zu vermeiden.

Freitag, 16. März 2012

was ganz anderes

Exotik um mich herum hin oder her, am vergangenen Wochenende war mir nach Spielen mit Papier zumute. Da ich keine Stempel zur Verfügung habe, und ich die ganzen 2 Monate über hier schon Papier sammele, musste es in die Richtung Collage gehen.


Das ist nicht meins und es wird nicht meins - mit der Collage.

Aber wenn nichts anderes zur Verfügung steht, funktioniert es trotzdem. Und was soll ich sagen: es hat mir Spaß gemacht, auch wenn es harte Arbeit war!

Sonntag, 11. März 2012

Zeitungsanzeigen

Punkt 1: Foodcourt
Gestern muss ich an einer etwas verzerrten Wahrnehmung gelitten haben. Der Foodcourt im Mahkota Shopping Center hat nur etwas über 20 Küchen, nicht 30-40. Trotzdem finde ich dort immer etwas zum Frühstück.

Punkt 2: Zeitungsanzeigen
Ich kaufe hier nicht besonders oft Zeitungen. Die meisten kann ich ja eh nicht lesen. Um genau zu sein, habe ich mir 2 Zeitungen gekauft. Eine im Januar und eine zweite kürzlich. Im Januar war ich erstaunt, weil es eine Reihe von ganzseitigen Anzeigen gab zu dem Geburtstag eines Sultans. Im wesentlichen von Firmen, aber auch von Einzelpersonen. Ich dachte mir nur, dass das wohl ein wichtiger Mensch sein wird, der Sultan.

In der kürzlich gekauften Zeitung gab es auch wieder so etwas. In diesem Fall wurde wohl der Besuch eines Politikers erwartet. Ich weiss nicht genau wo, ob bei einer Firma oder in einer untergeordneten Behörde.
Aber auch hier wieder die ganzseitge Anzeige.
Ich weiss gar nicht, was ich davon halten soll. Ich werde es einfach unter der Rubrik "kulturelle Unterschiede" einordnen.

Samstag, 10. März 2012

Samstag-vormittägliche Routine

Egal, wo man sich auf der Welt befindet, wenn man nur lange genug am selben Platz ist, bilden sich Routinen aus.
Bei mir stellt sich das samstags hier so dar, dass ich erstmal Wäsche wasche und mich nicht aus dem Haus traue, weil die Verrohrung eher zweifelhaft ist. Derweil trinke ich eine Tasse Nescafe (würde ich daheim nie anrühren) und schaue, was Eure Blogs so Neues bieten.
Westlich zu frühstücken, habe ich aufgegeben.
Später ziehe ich dann los, um einzukaufen. Egal, wo ich hinmöchte, ich muss immer über eine 6-spurige, stark befahrene Straße ohne Fußgängerüberweg.
Zumindest ist sie normalerweise stark befahren. Nur nicht, wenn ich ein Foto machen möchte, um Euch meine Heldenhaftigkeit zu demonstrieren.
Hier also die einzige Gelegenheit, bei der ich die Straße leer gesehen habe.

Bevor ich einkaufen gehe, frühstücke ich im Food Court des Mahkota Parade Shopping Centers. Der hat so ca. 30 bis 40 kleine Garküchen und irgendetwas, worauf ich Lust habe, finde ich dort immer.

Heute habe ich mich für süßsauren Fisch entschieden. Zum Frühstück bin ich nicht gar so experimentierfreudig.


Das hier gezeigt Essen hat etwa 1,25€ gekostet und war wirklich lecker mit frischem Gemüse und frischer Ananas.

Danach geht es Einkaufen. Im Wesentlichen Getränke. Meist muss ich 2x gehen, weil ich nicht so viele Wasserflaschen auf einmal schleppen kann.

Und damit ist der Vormittag dann auch schon 'rum....

Freitag, 9. März 2012

Changgyeonggung Palast in Seoul

Manchmal hilft auch die lateinische Schreibweise wenig, die Worte bleiben einfach schwierig in Korea. Ich habe also den oben genannten Palast besucht.

Zum Beweis, dass es hier auch wirklich kühl ist, habe ich den Wassergraben fotografiert, in dem noch deutliche Eisreste zu finden waren.

Obwohl schon einige Besucher in dem Palast waren, hat sich das Ganze in dem großen Gelände verlaufen. Deswegen gab es immer wieder auch sehr beschauliche Ausblicke.


Aber am coolsten finde ich die Gegensätze zwischen alt und neu. Wie oft in großen Städten mit Platznot liegt alles dicht beieinander.



Ursprünglich wollte ich auch noch in den benachbarten Changdeokgung Palast. Der ist nämlich Weltkulturerbe und bestimmt noch etwas netter renoviert.

Aus organisatorischen Gründen, die hier nichts zur Sache tun, habe ich diesen Plan aufgegeben.


Großartig war auch das Wetter. Wenn mir jemand vor 3 Monaten gesagt hätte, dass ich Nieselregen bei ca. 7°C genießen könnte, hätte ich ihn für verrückt erklärt.

Mittwoch, 7. März 2012

Essen! (2)

Die 2 1/2 Tage in Seoul waren essenstechnisch sehr interessant - und ergiebig.
Leider hatte ich bei den spannenden Gelegenheiten - mal wieder- keinen Fotoapparat dabei. Deswegen muss als Ersatz ein Bild von einer Auslage in einen Restaurant herhalten, in dem ich noch nicht einmal war. Aber es scheint dort üblich zu sein, ein Plastikabbild der angebotenen Speisen in Vitrinen auszustellen. Und ich finde, diese Atrappen sind ziemlich gut gemacht.




Gestern Mittag war ich in einem traditionellen koreanischen Lokal eingeladen.

Das heisst, es war angesagt, sich vor der Tür die Schuhe von den Füßen zu reißen und dann im Schneidersitz auf dem Boden sitzen. Ich habe mir schon'mal gleich 3 von diesen flachen Sitzkisschen untergeschoben. Aber sie waren wirklich sehr flach.

Das Essen war eine Fischplatte mit 20(!) verschiedenen Beilagen, die alle in einzelnen Schälchen auf dem Tisch standen. Wirklich der ganze Tisch (ca 1,80m x 0,80m) war voller Schälchen. Und superlecker.

Verschiedene Sorten Kimchi, Pilze, auch Salat, Dips. Ich konnte nicht alles probieren. Ok, die rohe eingelegte Krabbe wollte ich auch gar nicht so recht probieren

Dazu wurde für jede Person einzeln in einer Steinschale gegarter Reis serviert, der im Laufe des Essens zu einer Nachspeisen-Suppe umfunktioniert wurde. Achja, und eine Suppe gab es sowieso auch noch dazu. Es war toll.

Leicht untentspannt war ich dennoch bei dem Essen, weil ich dort in meinem Kundenbesuchsanzug im Schneidersitz saß, BEVOR ich beim Kunden war. Und die Koreaner essen aus irgendwelchen Gründen nicht mit Holzstäbchen, an die ich gewöhnt bin, sondern mit dünneren Metallstäbchen.

Die ganze Situation an sich war ziemlich unfallträchtig. Aber wider Erwarten ist alles gut gegangen.

Montag, 5. März 2012

Merkwürdige Dinge in Seoul

Wie immer, wenn ich irgendwo anders bin, finde ich manche Sachen besonders merkwürdig. Hier in Seoul sind es zum Beispiel die Zuckerwatte Motorräder. Auf dem Foto sieht man das nicht so gut, aber die Zuckerwatte hat auch noch alle möglichen pastelligen Farben.

Als nächstes meine Toilette im Hotel. Ich weiss, das ist nicht neu und alle Welt kennt das ausser mir. Trotzdem ist es für mich die erste Toilette mit Bedien-Panel. Und deshalb ist sie für mich auch bemerkenswert. Bisher war ich noch nicht wirklich experimentierfreudig, was das Teil so alles hergibt. Aber die Sitzheizung (die scheint den ganzen Tag so vor sich hin zu heizen) ist schon'mal ...naja anders. Nicht unangenehm, trotzdem mag ich sie nicht - es fühlt sich halt so vorgewärmt an...

Zum Schluss noch ein Schnappschuss aus der Hotellobby in das Untergeschoss.




Na, wenn ich mich da nicht wie zu Hause fühle....

Sonntag, 4. März 2012

Sonntagmorgen, 7 Uhr in Seoul...

.... bin ich endlich in meinem Hotelzimmer angekommen. Jetzt war ich zwar nur innerasiatisch, aber trotzdem insgesamt 17 Stunden unterwegs. Deswegen erschien mir die recht profane Aussicht von meinem Zimmer dennoch als schön.
Und gerade jetzt habe ich die Aussicht bei nächtlicher Beleuchtung und das finde ich schon cool. Sogar die Baustelle ist mit bunten Lauflichtern illuminiert. (Schräg, oder??!?)


3 von den 17 Reisestunden habe ich auf dem Flughafen in HongKong zugebracht. Die Fluchten zu den Gates sehen zwar irgendwie spacig aus, aber um das zu genießen, hätte mir auch eine deutlich kürzere Zeit gereicht.



Und jetzt bin ich also ganz unverhofft in Südkorea - ohne, dass ich mich wirklich darauf einstellen konnte.
Irgindwie anders ist es schon auch. In Malaysia kann ich wenigstens die Schrift lesen - hier nicht.





Zum Glück sind aber viele U-Bahnen und Straßenschilder zweisprachig gehalten. Anders wäre es für mich unmöglich, mich hier zurechtzufinden.

Allerdings ist die Darstellung in lateinischer Schrift nicht die Lösung aller Probleme, weil viele Namen für mich an sich schon schwierig sind.




Besonders gut hat es mir gefallen, umherzugehen und nicht dauerzuschwitzen. Vielleicht ist das derzeit aus mitteleuropäischer Sicht schwer zu verstehen, aber ich fand die 8°C heute total toll. Endlich mal kühle Luft.

Und aus dem Wasserhahn kommt, wenn man kalt aufdreht, auch wirklich kalt 'raus.

Es tut mir gut, die Jahreszeit zu spüren.


Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass ich andauernd Anlauf nehmen möchte, die Klimaanlage abzuschalten, weil ich es recht kühl im Zimmer finde.

Dabei müßte ich nur die Heizung aufdrehen...